Praxisalltag
Praxisalltag
Mich beschäftigt immer wieder, wie selbstverständlich in unserer Gesellschaft bestimmte Vorstellungen damit verbunden werden, wie man sich rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft eigentlich fühlen sollte:
Ich könnte diese Liste noch weiterführen. Ich streite auch nicht ab, dass diese Erfahrungen in dieser Phase genauso aussehen können, aber sie müssen es eben auch nicht. Tatsächlich erleben viele Personen diese Phasen deutlich ambivalenter und vielleicht erkennen Sie sich selbst in einigen dieser Erfahrungen wieder:
Auch diese Liste ließe sich noch erweitern.
Was viele Menschen dabei zusätzlich belastet, sind nicht nur die Gefühle selbst, sondern auch die Vorstellung, diese Gefühle eigentlich gar nicht haben zu dürfen. Gerade wenn das eigene Erleben von den eigenen Vorstellungen oder von dem abweicht, was gesellschaftlich als „normal“ oder „richtig“ vermittelt wird, können Scham und Schuldgefühle entstehen. Vielleicht denken Sie:
Manche Menschen sprechen deshalb lange nicht darüber. Sie haben Angst, verurteilt zu werden, andere zu enttäuschen oder als undankbar, egoistisch oder ungeeignet wahrgenommen zu werden. Dabei sind auch unangenehme Gefühle und widersprüchliche Gedanken ein möglicher Bestandteil dieser Lebensphase. Sie machen einen Menschen nicht zu einer schlechten Mutter oder einem schlechten Vater. Und sie bedeuten nicht automatisch, dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Sie dürfen trotzdem ernst genommen werden.
M.Sc. Psych. Alexandra Wiegert
Psychologische Psychotherapeutin
Ein psychotherapeutisches Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass Ihre psychische Belastung anhält, Ihren Alltag beeinträchtigt oder Sie zunehmend das Gefühl haben, alleine nicht mehr weiterzukommen. Dabei kann es beispielsweise um psychische Belastungen bei unerfülltem Kinderwunsch, Ängste oder depressive Beschwerden in der Schwangerschaft, Geburtsangst, die Verarbeitung einer traumatisch erlebten Geburt, depressive Symptome nach der Geburt oder Schwierigkeiten in der Elternschaft gehen.
Dabei muss nicht von Anfang an feststehen, ob eine Psychotherapie notwendig ist. In einem Erstgespräch können wir gemeinsam schauen, was Sie aktuell belastet, wie Sie Ihre Situation erleben und welche Form der Unterstützung für Sie sinnvoll sein könnte.
Termin vereinbaren:
Bitte füllen Sie das Formular aus. Ich melde mich dann gerne zurück.